Wasserfilter sind ein wichtiger Bestandteil eines jeden Notvorrates. Richtig benutzt können sie Sie vor vielen Krankheitsproblemen schützen, möglicherweise Ihnen sogar das Leben retten. Bei falscher Verwendung können sie allerdings unverlässlich und dadurch auch sehr gefährlich werden. Welche sind die fünf goldenen Regeln, die man beim Wasserfiltern beachten sollte?

.

mehr zu Wasserfiltern unter www.sicherstadt.de/Einzelprodukte/Trinken

.

1 – Möglichst sicheres Wasser filtern. Es lohnt sich immer eine möglichst sichere Wasserquelle zu suchen, bevor man aus einem Teich oder sogar aus einem Fluss Wasser nimmt.

.

2 – Viren behandeln – nicht nur Schwebstoffe, Protozoen und Bakterien. Es gibt im Grunde fünf potenzielle „Problemträger“ im Wasser: feste Schwebstoffe, Protozoen, Bakterien, Viren und Chemikalien. Wenn Sie einen Filter eher für den Outdoor-Bereich suchen (fließendes Wasser in der Natur, kleine Bäche usw.), reicht Ihnen ein Filter, der Schwebstoffe, Protozoen und Bakterien verlässlich beseitigt. Wenn Sie allerdings eine Lösung für die Krisenvorsorge in besiedelten Gebieten suchen (Störungen der Wasserversorgung, Hochwasser usw.), so achten Sie bitte darauf, dass Sie unbedingt auch etwaige Viren beseitigen müssen. Protozoen, Bakterien und Viren verursachen nämlich akute Erkrankungen (Chemikalien dagegen lagern sich oft im Organismus ab und verursachen Probleme eher mittel- und langfristig, bei wiederholtem Einnehmen). Für die Krisenvorsorge sollten Sie entweder einen Profi-Filter kaufen, der auch Viren beseitigt, oder Sie können Ihren Outdoor-Filter mit Wasserdesinfektionstabletten (z.B. Micropur Forte) kombinieren.

 

3 – Filter NIE einfrieren lassen. Wenn der Filter nass oder nur ein bisschen feucht ist, darf er NIE einfrieren, sonst wird er beschädigt und daher unverlässlich!

 

4 – Das gefilterte Wasser sofort trinken, nicht lagern. Die meisten Filter haben eine sehr hohe Effizienz von 99,999 % oder sogar mehr – d.h. von 10.000 Bakterien oder Protozoen geht vielleicht nur eine einzige durch. Diese allein stellt kein Problem dar – einzelne Krankheitserreger können vom menschlichen Immunsystem bekämpft werden und reichen nicht aus, um eine Erkrankung zu verursachen. Wenn man aber das gefilterte Wasser stehen lässt und erst später trinkt, können sich mittlerweile die wenigen Protozoen und Bakterien wieder vermehrt haben (Dies gilt nicht für Viren – die können sich auβerhalb des Wirstorganismus nicht vermehren). Wenn Sie das gefilterte Wasser lagern möchten, ist eine Wasserkonservierungstablette (z.B. Micropur Classic) erforderlich.

 

5 – Bei Bedenken doppelt filtern. Man kann nie zu 100% sicher sein, wie viele Krankheitserreger sich in dem zu filternden Wasser befinden und ob der Filter nun wirklich mit einer Effizienz von 99,9999% oder vielleicht nur 99,999% arbeitet. Beim relativ sauberen Wasser  stellt es kein Problem dar. Wenn das Wasser aber schwer verseucht ist (sagen wir 10 Milionen Bakterien pro Liter Wasser), kämen bei diesem Effizienzunterschied pro Liter vielleicht nicht 10, sondern 100 Bakterien durch, die schon bei einem anfälligen Menschen die Krankheit auslösen könnten. Es gibt für verschiedene wasserbedingte Krankheiten verschiedene „Schwellenmengen“ von Krankheitserreger, die der Körper noch erfolgreich bekämpfen kann. Diese Mengen variieren zwischen 100 Bakterien bei E.Coli über 1000 Bakterien bei Salmonellen (verursachen Salmonellose) bis zu über eine Million bei Vibrio Cholerae (verursacht Cholera). Wenn Sie aber das unsichere Wasser doppelt filtern, werden die übriggebliebenen 100 Bakterien noch mal mit einer Effizienz von 99,999% gefiltert und es bleiben einfach keine mehr da.