Welche ist die Rolle der offiziellen Stellen im etwaigen Notfall? Was sollte man als Bürger wissen? Wir fangen etwas generell an, zum Schluss kommen aber zwei ganz konkrete Empfehlungen. Der ungeduldige Leser kann die folgenden drei Absätze überspringen :)

mehr zum Thema Zivilschutz und Krisenvorsorge unter www.sicherstadt.de

 

Es ist relativ schwierig etwas generell zum System des Zivilschutzes zu sagen, denn die Reaktion der offiziellen Stellen ist davon abhängig, was konkret passiert ist – ob es sich über ein regionales, überregionales oder bundesweites Ereignis handelt. Darüber hinaus ist die Organisation des Zivilschutzes in den einzelnen Ländern und Stadtstaaten etwas unterschiedlich. Es gilt aber dennoch eine einfache Regel. Es ist immer diejenige Behörde für die Bewältigung eines etwaigen Notfalls zuständig, auf deren Gebiet das Ereignis passiert ist. Beim regionalen Notfall wäre es also z. B der Landkreis, beim überregionalen Ereignis wahrscheinlich das Landes-Innenministerium und bei einer länderübergreifenden Krisensituation dann das Bundesinnenministerium.

Den zuständigen unteren Katastrophenschutzbehörden obliegt es, unmittelbar alle zur Abwehr oder Bekämpfung der Schadensereignisse notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Sie sind auch für Lagemeldungen „nach oben“ zuständig, um sicherzustellen, dass die notwendigen Lageinformationen und -berichte unverzüglich auch dem Innenministerium übermittelt werden. Bei einem regional übergreifenden Stromausfall läge die Zuständigkeit bei der oberen Katastrophenschutzbehörde,

die mit der (operativen) Durchführung der erforderlichen Maßnahmen die (lokalen) unteren Katastrophenschutzbehörden beauftragt. (2011, Deutscher Bundestag: Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung, Seite 24).

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Das oben geschriebene heiβt im Klartext: Die Leitzentrale ist immer so „hoch“, wie es für die Koordinierung eben nötig ist. Die unmittelbare Aktion zur Bewältigung des Notfalls findet immer auf der untersten Ebene statt. Nach oben strömen Meldungen, diese werden „oben“ gesammelt, ausgewertet und dann werden „nach unten“ Anweisungen bzw. auch Unterstützung geleitet.

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Was bedeutet das alles für einen normalen Bürger? Was soll man also tun, wenn „etwas“ plötzlich passiert und man nicht weiβ, was los ist und was man tun soll? Die zwei einfachsten Regeln sind:

  • Radiomeldungen folgen. Alle Sender sind im Notfall verpflichtet den Behörden Ihre Frekvenz zur Verfügung zu stellen. Wenn etwas „Gröβeres“ passieren sollte, wäre eine beliebige Radiostation eine gute Informationsquelle um „das groβe Bild“ zu bekommen. Diese Regel wird mindestens so lange gültig sein, bis die klassische UKW-Sendung nicht komplett ausgeschaltet und durch die Digitalsendung ersetzt wird. In Deutschland kommt so was momentan frühestens 2025 in Frage (eher später).
  • Örtliche Behörden besuchen (Stadtamt, Landesamt). Falls materielle Hilfe oder wichtige Informationen verteilt werden, wird es höchstwahrscheinlich hier sein.

 

Wir fügen noch eine dritte, unserer Meinung nach allerwichtigste Regel hinzu – nämlich selbst vorversorgt zu sein :) Mehr zum Thema Zivilschutz und Krisenvorsorge unter www.sicherstadt.de

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